Landschaften

Natur - Frühling auf Gran Canaria

Bereits Ende Januar/Anfang Februar beginnt auf Gran Canaria der Frühling. Die Natur ist auf Wachstum und Erneuerung "programmiert" - Bäume und Sträucher treiben neue Blätter und Blüten aus. Den Anfang macht immer, allerdings schon sehr früh im Jahr, die unvergleichlich schöne Mandelblüte, bevor dann nach und nach alles zu neuem Leben erwacht.

Wenn es dann, hoffentlich im Norden und in der Mitte der Insel, genug Regen gegeben hat, kann man noch bis in den Mai und Juni hinein im Zentrum und im Norden von Gran Canaria die Berge und Täler in einem "satten Grün" sehen, dazu ein Feuerwerk an Farben und Düften der Bäume und Pflanzen erleben, dass man so schnell nicht wieder vergisst.

In den südlichen Touristenorten sorgen viele fleißige Gärtnerinnen und Gärtner für viel Grün und schöne bunte Blumen und Hecken. Alles schön und gut.
Allerdings ist das nur ein "müder Abklatsch" gegen das, was die Natur gerade im Frühjahr auf der Insel hervorbringt.
Sehen Sie in dem Video den Frühling - Primavera - auf Gran Canaria im Jahr 2016; denn Bilder sagen mehr als tausend Worte.
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Die Dünen von Maspalomas

An der Südspitze Gran Canarias zwischen Playa del Ingles und Maspalomas erstreckt sich eine gewaltige Dünenlandschaft mit einer Größe von über 25 km². Die Dunas de Maspalomas.Lange Zeit wurde vermutet, dass der Sand von der Sahara herüber geweht wurde. Nach eingehenden Untersuchungen fand man schließlich den wahren Ursprung dieses Phänomens: Der Sand  besteht aus Korallen und Muscheltieren, die in Millionen von Jahren von der Brandung zu Pulver zerrieben wurden, aus Material, das von der Erosion der Felsenküste stammt sowie aus angeschwemmtem Material, das durch den Barranco de Fataga transportiert wurde, als in diesem noch Wasser floss.Dünen Maspalomas
Die Passatwinde tragen den angeschwemmten Sand immer weiter landeinwärts, bis er schließlich auf ein Hindernis trifft und sich auftürmt und schon ist eine Düne entstanden – so simpel und doch so grandios „arbeitet“ die Natur!Die Flora und Fauna des Dünengebietes sind wegen Trockenheit, Salzgehalt, Wind und Sand nicht gerade als üppig zu nennen und doch gibt es dort Pflanzen und Tiere – hauptsächlich Insektenarten – die, wegen ihrer hohen Anpassungsfähigkeit überleben.
Im Westen werden die Dünen vom Lagunensee „Charca de Maspalomas“ begrenzt, in dem Reiher, Enten und viele andere Zugvögel Rast machen. Auch viele Seevögel und Rieseneidechsen leben hier.
Der den Dünen vorgelagerte Strand erstreckt sich über 6 Kilometer von San Augustin bis zum Leuchtturm von Maspalomas.Da Touristen oftmals vergessen, dass es sich bei den Dünen nicht um eine paradiesische, saharaähnliche Sandlandschaft handelt, sondern um einen einzigartigen und schutzbedürftigen Naturraum, erklärte man die Dunas Maspalomas 1987 zum Naturschutzgebiet nationaler Bedeutung. Damit stoppte man zwar die Bebauung, nicht aber das Betreten der Dünen.

Daher meine Bitte
Dieses einzigartige Gebiet ist ein Geschenk der Natur, behandelt und betrachtet es auch so, damit auch noch eure Kinder und Enkel sich an den „Dunas Maspalomas“ erfreuen können.

 

Los Azulejos – die spektakulären Kachelfelsen

Fährt man von Puerto de Mogan kommend über die GC 200 durch den Barranco de Mogan, fällt einem schon von weitem die in vielen Farbschattierungen leuchtende Felswand Fuente de los Azulejos oder einfach: Los Azulejos auf. Die Farbgebung ist das Ergebnis der Erosion und diverser Einlagerungen.

Große Formationen des in verschiedensten Farben schillernden Vulkangesteins können direkt entlang der GC 200 bewundert werden. Das beeindruckende Farbspiel der Landschaft liegt am Eingang zur Venegueta Schlucht. Rötliche, türkise und gelbliche Farben wechseln sich im Vulkangestein mit dunklen und violetten Schichten ab und wirken wie ein Mosaik. Die Entstehung der Farbkonstellationen ist auf die unterschiedlichen Einlagerungen im Vulkangestein und die Aufwerfung diverser Arten von Gesteinen zurückzuführen.

Im vorliegenden Film starten wir in Puerto de Mogan, besuchen die restaurierte Windmühle „Molino de Viento“, fahren durch den Barranco de Mogan weiter nach „Veneguera“ und „landen“ schließlich bei den Kachelfelsen von „Los Azulejos“

 

Spektakuläre Aussichtspunkte auf Gran Canaria

Gran Canaria ist fantastisch, Gran Canaria ist aufregend, Gran Canaria ist immer wieder anders, ist immer wieder neu!
Diese Aussagen macht jeder, der einen der vielen Aussichtspunkte auf der Insel schon einmal besucht hat.

Das mittlerweile hervorragend ausgebaute Straßennetz, wurde in den letzten Jahren um etliche Haltepunkte mit entsprechenden Hinweisschildern erweitert, um die besonders sehenswerte und spektakulärsten Stellen auf der Insel erleben zu können.
Wer also auf der Insel unterwegs ist, sollte auf die Hinweisschilder "Mirador" und den stilisierten Fotoapparat (stellt eine Kamera aus den fünfziger Jahren dar) achten.
In der Regel kann man an diesen Haltepunkten auch problemlos sein Auto abstellen um die tolle Aussicht zu genießen und die atemberaubende Landschaft "hautnah" entdecken zu können.
Wer, wie ich, ständig auf der Insel unterwegs ist, findet natürlich noch viele solcher "Miradors", allerdings ist das Anhalten auf den zum Teil engen Passstrassen an der Küste und im Landesinneren nicht immer möglich

Einige der schönsten und spektakulärsten Aussichtspunkte habe ich in diesem Video besucht.
st nur eine kleine Auswahl; denn auch hier hat die Insel eine solche Vielfalt zu bieten, dass man bei jedem Besuch immer wieder neue spannende Einblicke entdecken kann.

 

Jardin de la Marquesa

Naturliebhaber und Pflanzenfreunde finden einen schönen Garten, etwa 1 Kilometer entfernt von Arucas, erreichbar  auf der GC330 in Richtung Banaderos.Der Jardin de Marquesa, offizielle Bezeichnung "Las Hesperides", wurde von den Grafen von Arucas vor über 135 Jahren als "Sommerfrische" angelegt.

Auf verschlungenen Wegen spaziert man an Palmen aus aller Welt
Dazu kommen dann die "Paradiesvogelblumen", die Strelitzien, Engelstrompeten, Hibiskus in allen Farben und zahllose weitere blühenden Pflanzen und Hecken.
Am Teich stolzieren farbenprächtige Pfauen.

Es begann alles rund um den Sommerpalast von Don Ramón Uriondo dem ersten Marquis von Arucas, um das Jahr 1880.

Er begann mit den ersten Pflanzungen von Gemüse, eigener und fremder Arten, die er auf verschiedene Weise bekam. Teils als Mitbringsel von seinen Reisen oder im Austausch mit anderen Adelsfamilien auf den Kanaren.
Die Lage des Grundstücks, das vorherrschende Klima begünstigt die Verbreitung und Entwicklung von allem, was dort angepflanzt wurde so sehr, dass es mittlerweile einige Pflanzenarten auf dem Gelände von beträchtlicher Größe gibt, wie einen Drachenbaum mit einem Alter von über 200 Jahren.

Erst Ende November 1985 öffnete sich die Pforten des Gartens für die Öffentlichkeit.
In den frühen 90er Jahren wurde der Park durch benachbarte Grundstücke, unter anderem einer ehemalige Bananenplantage erweitert. Damit hat der "Jardin" inzwischen die stattliche Größe von ca. 5 Hektar erreicht und es gibt  derzeit mehr als 500 klassifizierte Pflanzen-Arten zu bestaunen.

 

La Garita  El Bufador – der fauchende Geysir

Wenn die Flut das Wasser des Atlantiks steigen lässt, beginnt bei dem Örtchen „La Garita“ ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel. Die Felsen an der Ostküste von Gran Canaria bilden an dieser Stelle ein Phänomen, das wie ein Druckventil bei einer Dampfmaschine wirkt und das Wasser wegen des Duckausgleichs meterhoch in die Luft schleudert.

„Bufar“ ist die spanische Übersetzung für „fauchen“, daher der Name „El Bufadero“. Solche „Gezeiten-Geysire“ gibt es überall auf der Welt, auf Gran Canaria allerdings nur bei „La Garita“. Wenn die Fontänen hier aus den Felslöchern „schießen“, kann der Beobachter einen tollen Eindruck von der gewaltigen Kraft des Wassers, des Meeres bekommen.
Der Mensch wird bescheiden angesichts dieses grandiosen und wildromantischen Schauspiels.
Dieses Naturereignis kann man allerdings nicht immer genießen. Die Fontänen bilden sich nur bei anlaufendem Wasser. Am höchsten spritzt die Gischt etwa zur Halbzeit der Flut, daher vor Ort nach Ebbe und Flut erkundigen, damit man nicht enttäuscht wieder abreist, weil sich so gar nichts von dem angekündigten Wasserspektakel zeigt. Die absolut riesigsten Fontänen kann man bei Voll- und Neumond erleben.

Hier der direkte Weg zum „El Bufadero“:
Aus dem Süden kommend die Autobahn GC 1 Richtung Las Palmas fahren. Die Ausfahrt Nr. 8 „Telde/ Valsequillo“ nehmen, dem Schild „GC10/La Garita“ folgen, beim zweiten Kreisel rechts Richtung „Melenara“ abbiegen und beim nächsten Kreisel links der Richtung nach „Hoya del Pozo“ folgen. An der Küste dann knickt diese Strasse rechts ab und führt zu einem großen Parkplatz.
Direkt unterhalb gelangt man über ein paar Steine zum „Bufadero“

 

Gran Canaria –Die Westküste

Der Westen Gran Canarias, fern ab der Touristenwelt im Süden der Insel, wird von einer fantastischen und spektakulären Steilküste eingenommen, die teilweise unter Naturschutz steht. Die besten Eindrücke dieser wildromantischen Küste gewinnt man an der Aussichtsplattform „Balcon de Mirador“
Von hier aus kann man diese imposante Küstenlandschaft bis hoch in den Norden nach Puerto de la Nieves dem „Schneehafen“ bei Agaete, überblicken.

 

Die Nekropolen / Begräbnisstätten von Arteara

Die Nekropolis von Arteara, eine Totenstadt im Barranco de Fataga ist eines der größten bekannten Begräbnisstätten der Ureinwohner von Gran Canaria und befindet sich in einer der schönsten Schluchten von Gran Canaria, die zu Zeiten der Altkanaren ein Ort mit fantastischer Vegetation und Wasser im Überfluß war.
Zu erreichen ist dieser Ort, wenn man von Maspalomas kommend in Richtung Fataga auf der GC 60 fährt. Kurz vor dem "Camel-Safari-Park" führt eine kleine Strasse durch den Ort zur Begräbnisstätte.
Die Nekropolis befindet sich in einer Schlucht und zeichnet sich besonders durch den Kontrast zwischen Vulkangestein dieser Zone und dem großen grünen Palmenwald am Rand der Schlucht aus. Ihr gegenüber befindet sich eine beeindruckende Gebirgskette bei der Schlucht von „Amurga“.

Die Totenstadt von Arteara ist ein Monument kanarischer Geschichte.
Als die Ureinwohner nordafrikanischer Herkunft auf Gran Canaria ankamen, haben Sie auch diesen Flecken der Insel gerne besiedelt, galt diese Landschaft als eine der schönsten auf der ganzen Insel.
Ein perfekter Ort zum Leben, obwohl damals die Lebenserwartung der Altkanaren im Norden wegen des häufigen Regens höher war als derer im Süden. Der Barranco war wohl eine Ausnahme durch sein damals begünstigtes Klima und durch ein großes Wasservorkommen mit zahlreichen kleinen Flüssen und Bächen.

Man kann übrigens auch mit dem Bus der Linie 18 direkt vom Busbahnhof Faro de Maspalomas diesen Ort erreichen..

 

Valle de Agaete

Östlich direkt hinter Agaete beginnt eines der schönsten Täler der Insel, das "Valle de Agaete."

Dieses subtropische Tal, in dem auch Kaffeepflanzen gedeihen, ist rund 14 km lang und beim Anblick seiner üppig bewachsenen Hänge verschlägt es einem fast den Atem!.
So schön, so bunt, so fantastisch kann man hier die Natur bewundern.

Es gibt Palmen und Kiefern, Agaven, Orangen-, Zitronen-, Mango- und Avocadobäume. Auch Bananen, Mandeln und Papayas wachsen hier ebenso wie Kaffee!!
In der Mitte des Tals, liegt das kleine verträumte Dorf San Pedro.Hier befindet sich eine der bekanntesten Kaffee- Plantagen der Insel, die inzwischen auch von vielen Touristen besucht wird.

Das Tal kann nicht durchfahren werden, da es in zwei Bergrücken endet, die man allenfalls "per pedes" durchwandern kann. Am Endpunkt der asphaltierten und gut befahrbaren Tal-Straße, bei "Los Berrazales" , befinden sich ein ehemaliges Kurhotel und eine Bushaltestelle.
Hier ist die Fahrt zu Ende und man muss wieder zurück zum Ausgangspunkt bei Agaete fahren, was aber bei den Schönheiten dieses Barrancos eine wahre Freude ist.

 

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