Norden

Die schönsten Orte im Norden von Gran CanariaNordküste oben

An der Nordküste erlebt man das “wilde” Meer mit tosenden Brandungen und ursprünglichen Fischerdörfern. Landeinwärts sorgt die mittlere Höhenlage für eine grüne, fruchtbare aber auch feuchte Vegetation.
Nicht nur Dank der blühenden Landwirtschaft entstanden hier eine Reihe historischer und absolut sehenswerter Ortschaften, wie Galdar, Firgas, Moya. Agaete und Arucas.
Besuchen und erleben Sie die Insel, weit weg vom touristischen Süden - einen kleinen Vorgeschmack erhalten Sie mit den folgenden Videos und Beschreibungen der einzelnen Orte im spektakulären “hohen” Norden.

Firgas

Ob in Supermärkten, im Hotel oder Restaurant, bestellt oder kauft man “Agua” - Trink-Wasser - erhält man fast ausnahmslos das “Agua de Firgas”. In dem folgenden Video sehen Sie das Städtchen Firgas, das der Namensgeber für dieses wohlschmeckende Mineralwasser ist, welches in einer Schlucht, ca. 5 km vom Ortskern entfernt, abgefüllt wird.
Der Ort zeigt seinen Reichtum und seine Verbindung zum Wasser mit der imposanten Wassertreppe an der Paseo de Gran Canaria. Stufenförmig plätschert das Wasser hinab, gesäumt von Kachelwänden mit den Wappen der 22 Inselgemeinden.
Am oberen Ende der Wassertreppe beginnt der Paseo de Canarias, der ebenfalls stufenförmig nach oben führt. Auf den einzelnen Stufen werden die sieben kanarischen Hauptinseln im Relief, eingefasst vom jeweiligen Wappen eindrucksvoll dargestellt. Oben angekommen erreicht man den “Plaza de San Roque” mit der gleichnamigen kleinen Kirche und einem liebevoll angelegten Park. Am Ende des Parks, hinter dem Rathaus kommt man zu einer “Aussicht - Plattform von der aus man einen tollen Ausblick auf einen Teil der Nordküste genießen kann

 

Agaete

 Dieses Städtchen liegt im Nordwesten von Gran Canaria und ist auch Hauptort des gleichnamigen Bezirks.
Agaete zählt knapp 4.000 Einwohner und gehört zu den ältesten - 1981 feierte man den 500. Geburtstag - und reizvollsten Orten der Insel.
Es liegt am Anfang des fruchtbaren Tales - Barranco de Agaete - eine der schönsten Schluchten der Insel.
Mit seinen weißen Häusern präsentiert sich Agaete als freundliches Städtchen, das noch sehr ursprünglich und ländlich wirkt.

Den Mittelpunkt bildet die "Plaza de la Concepción". die von attraktive Herrschaftshäuser mit den typisch kanarisch geschnitzten Holzbalkonen eingerahmt wird.
Die Kirche wurde der Jungfrau Nuestra Sefiora de la Concepción gewidmet. Sie wurde im Jahr 1874 auf den Grundmauern eines Kirchenbaus aus dem 16. Jahrhundert errichtet, welcher durch einen Brand zerstört worden war.

Über die Calle de la Huerta, die am Kirchplatz ihren Ausgang nimmt, erreicht man den nur wenige Schritte entfernten Blumengarten "Huerto de las Flores".
Diese botanische Oase zeichnet sich weniger durch Blumen als durch seltene Bäume kanarischen und exotischen Ursprungs aus.
Auf den Steinbänken sitzend soll sich der berühmte kanarische Schriftsteller Tomas Morales (1885-1921) ausgeruht und entspannt haben.

Oberhalb des Ortskerns verläuft die "Calle de San Francisco", die zum "Mirador de la Cruz" führt.
Von hier hat man einen fantastischen Blick auf Agaete und dem vorgelagerten Hafen "Puerto de las Nieves"

 

Puerto de Las Nieves

Puerto de Las Nieves ist der vorgelagerte Hafen von Agaete an der Nordwestküste von Gran Canarias.
Den Name Nieves, zu deutsch - Schnee - bekam dieser Ort aus dem Grund, weil man von hier aus wunderbar den schneebedeckten Gipfel des Teide der Nachbarinsel Teneriffa vor allem  im Winter sehen kann!

Besonders am Wochenende ist dieser schöne Ort ein beliebtes Ausflugsziel für die in Las Palmas lebenden Canarios.
Gibt es doch eine Reihe von guten Restaurants, die insbesondere fangfrischen Fisch anbieten.

Ausserdem ist der Hafen von Puerto de las Nieves der Ausgangspunkt für einen Besuch der  Nachbarinsel Teneriffa.
Bis zu 6mal pro Tag starten die Schiffe von der Reederei Fred Olsen zur Überfahrt auf die Nachbarinsel und natürlich auch wieder zurück.

An der Hafenpromenade "Paseo de los Poetas" findet man Galerien, Souvenir- und Kunsthandwerksläden, sowie die vielen zum Teil sehr guten (Fisch)Restaurants.
Es geht hier noch ruhig und beschaulich zu, auch wenn in der Umgebung einige Ferien- und Appartementanlagen gebaut wurden.

Die kleine Kapelle "Ermita de Nuestra Senora" beherbergt einen wahren Schatz: ein Triptychon aus dem 16. Jahrhundert (ein Kunstwerk mit drei unterschiedlichen Segmenten), das die Heilige Jungfrau mit ihrem Kind zeigt. Leider ist diese Iglesia nur sehr selten geöffnet, so dass es wirklich schwierig ist, diesen Schatz zu Gesicht zu bekommen.

Das eigentliche Wahrzeichen ist jedoch der "Dedo de Dios", der Finger Gottes, eine von Wind,  Wetter und Meer geschliffene Felsnadel, die wie ein knochiger Finger steil vor dem Kliff aus dem Meer ragt.
Am 29. November 2005 knickte der Tropensturm Delta den Finger leider ab.
Aber auch der "verbliebene Rest" ist immer noch ein beliebtes Fotomotiv.

 

Arucas

Arucas, im Norden der Insel gelegen, ist die drittgrößte Stadt von Gran Canaria mit rund 20.000 Einwohnern.
Blickpunkt und Wahrzeichen der Stadt ist natürlich die "Kathedrale", die Iglesia San Juan Bautista, erbaut mit schwarzem Lava-Basaltstein.

Attraktiv und unbedingt empfehlenswert ist aber auch ein Bummel durch den alten Stadtkern.
Die Altstadt von Arucas wurde 1976 komplett unter Denkmalschutz gestellt.
Besonders schön sind die, für Autos gesperrten Strassen "Calle Leòn y Castillo" und "Calle Francisco Gouriè".

Die herrschaftlichen Bürgerhäuser stammen aus dem 19. Jahrhundert und sind ein wahrer Blickfang.
Der zentral gelegene Stadtpark "Parque Municipal" ist eine wahre Ruheoase.
Ein Tor öffnet den Weg in den Park, der mit Brunnen, Skulpturen, Wasserspielen und kühlen Steinbänken gerade an warmen Tagen die reinste Erholung bietet.
Das benachbarte Gebäude "Heredad de Aguas" - die Wasserbörse - zählt zu den prächtigsten der Stadt.

An der "Plaza de Constituciòn" findet man neben prächtigen Bürgerhäusern auch das Rathaus der Stadt.

Mit dem Bau der Iglesia San Juan Bautista wurde im Jahre 1909 begonnen, komplett fertig gestellt wurde die Kirche aber erst Anfang der Siebziger Jahre. Unter den Kunstwerken, die die Kirche beherbergt, ist die gekreuzigte Christusfigur erwähnenswert, die den Hochaltar beherrscht und aus dem 16. Jahrhunderts stammt.
Die Skulptur des liegenden Christus, ist ein Werk des berühmten, aus Arucas stammenden,Bildhauers Manuel Ramos González.
Die Malereien an den Wänden sind Werke des kanarischen Malers Cristóbal Hernández de Quintana
Zusammenfassend ist es überaus lohnenswert, der San Juan Bautista- Kirche einen Besuch abzustatten, nicht nur aufgrund der grandiosen Steinstruktur, die ihr in zahlreichen Gelegenheiten bereits den Zusatz “Kathedrale” eingebracht haben, sondern auch wegen des künstlerischen Reichtums, den sie beherbergt.

 

Montaña de Arucas

Eine schmale Strasse windet sich um den Vulkankegel von Arucas hinauf zu dem grünen Gipfel.
Von hier aus gibt es tolle Aussichtspunkte in alle Himmelsrichtungen.

Auf der einen Seite bis zur Hauptstadt Las Palmas, auf einer anderen Seite bis nach Galdar im "hohen Norden".
Mehrere Balkone hängen über dem Abgrund und bieten wahlweise Aussicht auf die Stadt, der Rumfabrik "Arehucas" und auf die Nachbarinsel Teneriffa (Mirador del Teide)
Der "Mirador de Las Canteras" bietet einen fantastischen Blich auf den gleichnamigen Strand und der Hafengegend - Puerto de la Luz - der Hauptstadt Las Palmas.
 Vom "Mirador La Marquesa de Arucas" erkennt man die grünen Bananenplantagen bis zur "Hacienda del Buen Suceso".

Das gepflegte Restaurant "La Corona de Arucas" bietet spanische und internationale Küche und wird auch gerne für Tagungen und Festlichkeiten gebucht.

 

Destilerias Arehucas

Die Brennerei Arehucas ist ein rein kanarisches Unternehmen.
Die Geschichte von "La Fabrica" - wie die Brennerei im Volksmund auch genannt wird - begann mit Ihrer Einweihung am 9. August 1884.
Ein Jahr später wurde die erste Ernte eingefahren und rund 5.000 Tonnen Zuckerrohr verarbeitet.
Anfangs wurde aus dem Zuckerrohr hauptsächlich Zucker gewonnen.

Erst im Jahr 1909 ging es mit "dem Schnaps brennen" so richtig los.
Aus Paris wurde von der Firma Egrot & Grangè eine komplette Brennanlage installiert.

Dank der Initiative vom "Firmen-Chef" Alfredo Martin Reyes entstand 1940 das Spitzenprodukt und heutige Aushängeschild der Firma, der Rum Arehucas.
1975 erfolgte ein vollständiger Umbau und das Gelände der "Hermitage San Pedro" wurde restauriert und in die Fabrik eingegliedert.
Die Architektur entspricht den typischen Wallfahrtskirchen von Anfang des 18. Jahrhunderts, in dem sie gebaut wurde.
Die Brennerei blickt also auf eine über 100jährige Geschichte zurück.

Gelegen im Herzen der Gemeinde Arucas lockt sie jährlich über 45.000 Besucher an.

Sehr beliebt sind die Rumsorten, die in der größten und ältesten Halle (Bodega) heranreifen.
Hier lagern über 6.000 Fässer gefertigt aus amerikanischer Eiche mit einem Fassungsvermögen von 400 Litern pro Fass!!
In der Bodega 1 , der Bodega der Prominenten lagern Fässer, die von den Größen aus Wirtschaft, Politik, Sport, Film und Show bei Ihren Besuchen mit Autogrammen versehen wurden.
In der Brennerei, dem Herzstück der "Fabrica" befinden sich neben der Brennanlage mehrere Bottiche mit einem Fassungsvermögen von bis zu 500.000 Litern.
Ein Laboratorium gewährleistet die fortlaufende Kontrolle über Qualität und Reinheit der Produkte.
In der Abfüll-Halle laufen zwei Bänder um die verschiedenen Produkte in bis zu 18.000 Flaschen in der Stunde zu befüllen.
Abschließend werden die Flaschen dann etikettiert, in Kartons verpackt und auf Paletten gelagert.
In der "Probier-Stube" kann sich der Besucher von dem Geschmack und der Qualität des Rums und der Liköre aus Arucas überzeugen.

Tipp von mir: Kaufen Sie die Produkte direkt hier - sie sind preiswerter als in den Läden und Supermärkten in den Urlaubsregionen

 

Galdar - Hauptstadt der Könige -

Die Stadt Gáldar, ist die alte Hauptstadt der Könige der Insel den Guanartematos und war einst die erste Hauptstadt der Insel

Im Stadtzentrum, das seit 1981 unter Denkmalschutz steht, gibt es eine Reihe von bemerkenswerten Gebäuden.

Die Kirche "Santiago de los Caballeros" gilt als eine der schönsten der Kanaren. Dies gilt vor allen Dingen für das prachtvolle Innere der Kirche mit seinen zahlreichen wertvollen Kunstschätzen. Einige der wichtigsten sind der silberne Altar, die Fresken, sowie das "Pila verde", das grüne Taufbecken, in dem schon die ersten, mehr oder weniger freiwillig bekehrten Altkanarier, getauft wurden.

Das alte Rathaus, das auf den Resten eines Gebäudes aus dem 18. Jh. errichtet wurde, ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier wird einer der ältesten Drachenbäume (Drago) der Insel gehegt und gepflegt. Seine Existenz ist schon im Jahre 1718 dokumentiert worden.
Gleich neben dem Rathaus steht das Städtische Theater, ein Gebäude aus dem Jahre 1912, welches das alte von Königin Isabel II. gegründete Theater ersetzte.

Besonders erwähnenswert ist natürlich der Archäologiepark der bemalten Höhle "Cueva Pintada", der mitten im Stadtzentrum liegt und einen der wichtigsten archäologischen Funde im atlantischen Raum beherbergt.
Es handelt sich hierbei um ein Gebiet mit ehemaligen Wohnräumen und Kultstätten der Ureinwohner, dessen wichtigster Fund, die rund 5m x 5m große Höhle mit ihren aus geometrischen Ornamenten bestehenden Wandmalereien ist. Nach aufwendigen Restaurations- und Konservierungsarbeiten, ist der Park nun wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Durch seinen altkanarischen Stil und die Pflege der Traditionen unterscheidet sich Galdar von vielen anderen Orten der Insel und ist daher unbedingt einen Besuch wert.

Mit dem Bus der Linie 105 erreicht man Galdar vom Busbahnhof Santa Catalina in Las Palmas.

 

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