Osten

Küste und Orte im Osten von Gran Canaria

Wenn man auf Gran Canaria landet, befindet man sich im Ostteil der Insel. Auf der Fahrt vom Flughafen Gando in die Feriendomizile im Süden der Insel kann man sich kaum vorstellen, dass auch dieser Teil Gran Canarias mit zum Teil wunderschönen Ortschaften und fantastische Stränden aufwartet. Mein Tipp daher: Fahren Sie von Playa del Ingles/Maspalomas einmal in Richtung Flughafen und nehmen Sie für diese Fahrt nicht die Autobahn sondern die alte Küstenstrasse und besuchen Sie Orte wie z.B. Bahia Feliz, Arinaga, Castillo de Romeral, Pozo Izquierda und Salinetes um nur die Größten zu nennen.

 

Agüimes

Hoch über der Ostküste, am Eingang des Barranco de Guayadeque  liegt das Städtchen Agüimes, ehemaliger Sitz des Bischoffs von Gran Canaria.
Agüimes ist die Hauptstadt der gleichnamigen Gemeinde und ist eines der ältesten Siedlungsgebiete der Insel.
Schon die Altkanarier ließen sich hier nieder, da man zahlreiche Wasserquellen fand, was für die Urbevölkerung zum (Über)Leben natürlich äusserst wichtig war.
Das Casco Historico, der malerische, historische Stadtkern mit seinen wunderschönen bunten Häusern, steht seit 1981 unter Denkmalschutz und lädt immer zu einem kurzweiligen Stadtrundgang ein.
Die Calle El Progreso führt vorbei an wunderschön restaurierten Häusern mit kleinen Fenstern und urigen Holztüren, in Richtung Plaza de Rosario, einem der zentralen Punkte der Stadt.
Immer wieder gibt es faszinierende Fotomotive in den unzähligen kleinen Seitengassen. Viel Liebe zum Detail beweisen auch die vielen lebensgroßen und lebensechten Bronzefiguren, die man praktisch an jeder Ecke bewundern kann.
Unbedingt sehenswert ist auch das Hotel „Casa de los Camellos“.
Der Innenhof (Patio) des Hotels mit seinen Holzbalkonen, Bäumen und Springbrunnen ist ein wahres Schmuckstück und eine Oase der Ruhe und Entspannung.

Der größte Stolz der Stadt Agüimes ist die Iglesia de San Sebastián, deren weiße Kuppel und Türme die Stadt überragen. Die in mehreren Phasen von 1796 bis 1981 erbaute Kirche ist nicht nur von imposanter Größe, sondern beherbergt in ihrem Inneren auch einige wertvolle Kunstschätze und Statuen bekannter Bildhauer, wie z.B von José Luján Pérez.

Wer das alte, das ursprüngliche Gran Canaria sehen und erleben will, ist in diesem wunderschönen Ort bestens aufgehoben!

 

Arinaga

Das nicht besonders einladend wirkende Cruce de Arinaga mit teils tristen Wohngebieten ist touristisch wenig interessant. Gleiches gilt für das weitläufige Industriegebiet Poligono de Arinaga, mit seinen vielen Gewerbehallen.

Wer sich von dem bis dahin Gesehenen nicht abschrecken lässt und tapfer das Industriegebiet durchquert, landet schließlich an der Playa Arinaga.
Die wirklich schöne und sehenswerte Strandpromenade ist rund 4 Kilometer lang und beginnt an den Salinen an der großen Hafenmole und führt in Windungen um den Ort, bis zu einer großen Skulptur, wo er dann endet.
An der Promenade gibt es auch einige hübsche Restaurants und Cafes.

Von der Hauptstrasse zweigt an der Bar "Del Pino" die Strasse Richtung Playa Cabron ab. Nach ca. 1,5 Kilometer teilt sich die Strasse. Rechts führt die Strasse hoch zum Leuchtturm, Faro de Arinaga mit dem vor einigen Monaten eröffneten Restaurant gleichen Namens. Von hier oben bietet sich nach Süden hin ein grandioser Ausblick auf Playa Arinaga, auf der anderen Seite blickt man auf die Playa Cabron und weiter nördlich auf den Flughafen von Gran Canaria.

 

Ingenio

An der Ostküste Gran Canarias entlang, etwa 27 km vom Flughafen Las Palmas entfernt, gelangt man in das Gemeindegebiet von Ingenio mit dem gleichnamigen Ort.
Ingenio hat knapp 30.000 Einwohner, liegt südlich von Telde und nordöstlich von Agüimes auf einer Fläche von etwa 40 qkm.
Die Altstadt Ingenios steht unter Naturschutz.
Der Zuckerrohranbau bescherte den Bewohnern schon früh einen Wohlstand der bis heute sichtbar ist. Nicht umsonst bedeutet Ingenio so viel wie "Zuckerrohrmühle".
Die Häuser sind liebevoll und aufwendig restauriert.
Der altkanarische Stil wird auch heute noch hier geehrt, gepflegt und erhalten.
Wenn Sie durch den hübschen Ort flanieren fällt schnell auf, dass die Handwerkskunst hier eine große Rolle im täglichen Leben der Bewohner spielt
Einen Besuch im alten Ortskern von Ingenio beginnt man am besten auf der Plaza de la Candelaria, wo sich auch die gleichnamige Kirche und das Rathaus befinden.
Die Iglesia de la Candelaria wurde im Jahre 1901 fertig gestellt. Sie wurde auf den Resten der alten Kapelle, die den gleichen Namen trug, errichtet. Der Aufsatz des Hauptaltars ist im gotischen Stil gehalten. Erwähnenswert sind auch die Glocken der Kirche, die 1820 von kanarischen Auswanderern in Kuba gefertigt und der Gemeinde als Geschenk überreicht wurden.

 

Flughafen Las Palmas de Gran Canaria

Der überwiegende Teil der Urlauber kommt mit dem Flugzeug auf die Insel.

So habe ich einen kleinen Film in chronologischer Reihenfolge erstellt:
Vom Anflug über die Landung, Vorfeld, Terminals bis wieder retour zum Abflug und Start zurück in die Heimat.

Der Flugplatz Gran Canaria, der "Aeropuerto Las Palmas de Gran Canaria", Flug Code LPA, liegt im Osten von Gran Canaria, etwa 18 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Las Palmas und etwa 25 Kilometer nördlich von den Touristenzentren der Insel. Der Flughafen liegt an der Bucht Bahía de Gando und wird von daher auch als "Flughafen Gando" bezeichnet.

Mit dem Bau des Airports wurde im April 1930 begonnen.
Aus dem ersten Flug von Madrid nach Gran Canaria 1933 wurde 1935 eine Linienverbindung. Deshalb gibt man die Flughafeneröffnung mit dem Jahre 1935 an.
Erst in den Jahren 1944-1946 wurde ein Passagierterminal gebaut.
1946 wurde der Flughafen zum Zollflughafen und für den nationalen und internationalen Verkehr freigegeben.
Kurioserweise begann man erst im Jahr 1948 mit den Arbeiten für eine zunächst 700 Meter lange Start- und Landebahn!!
1957 wurde die Bahn dann asphaltiert und auf 2000 Meter erweitert. Im Jahre 1960 wurde sie dann nochmals auf 3100 Meter verlängert.

1963 schließlich fanden umfangreiche Baumaßnahmen statt. Ein zeitgemäßes Vorfeld entstand ebenso, wie  die Erweiterung des Passagierterminals und der technischen Einrichtungen. Der (alte) Tower wurde 1966 fertig gestellt und ein Jahr darauf ein Kontrollzentrum errichtet.
1973 kam ein Terminal für Inlandflüge dazu.

Ein großer Schritt wurde in den Achtziger Jahren getan: die zweite Start- und Landebahn wurde ebenso fertig gestellt, wie auch der neue große Tower
Das Fluggast-Aufkommen stieg in dieser Zeit drastisch an, dem das "blaue" Terminal aus dem Jahr 1991 Rechnung trug.
Ein erst vor kurzem fertig gestelltes weiteres Terminal erlaubt die Abfertigung von über 15 Millionen Passagieren im Jahr, ist also eine Investitionen für die Zukunft bei augenblicklichen rund 10,5 Millionen Fluggästen.

Gran Canaria liegt auf halbem Weg zwischen Südamerika und Europa, daher wird der Flughafen auch gerne für Zwischenlandungen genutzt.

 

 

 

Playa Ojos de Garza

Das urige Fischerdorf "Playa Ojos de Garza" (Augen des Reihers) liegt zentral an der Ostküste von Gran Canaria  in unmittelbarer Nähe vom Flughafen Gando, zu erreichen über die Autobahn GC 1.

Von der gleichnamigen Ausfahrt ist die Strecke dorthin gut ausgeschildert.
Es empfiehlt sich, bereits an der Zufahrtsstraße zu parken, da es im Ort nur wenige Parkplätze gibt, die obendrein auch meist besetzt sind.
Einmal angekommen findet man viele kleine Häuschen enge Gassen -teilweise nicht breiter als  1 Meter!! - und bei Ebbe einen feinen Sandstrand vor.
Ein paar kleine Fischer-Boote tragen zum idyllischen Ambiente bei und am linken Rand des Strandes findet man eine schön angelegte Fußgänger-Promenade.

Auf der rechten Seite kann man die "Villa Kunterbunt", "Casa Penita" besuchen, ein Bauwerk aus allen möglichen Materialien und einer Vielzahl von Kacheln.
Vor dem Anwesen findet man eine Vielzahl von großem und kleinem "Krimskrams" ein ungewöhnliches und chaotisches "Freilicht-Museum"
Direkt am Strand gibt es obendrein auch noch ein kleines (Fisch)Lokal.

Es verirrt sich kaum ein Tourist in dieses Fischerdorf.
Den Grund hierfür liefert der in direkter Nachbarschaft liegende Flughafen von Gran Canaria.
Zu Spitzenzeiten donnern die startenden Flugzeuge im Minutentakt über den Ort, dementsprechend wird es dann sehr laut an diesem ansonsten richtig liebenswertem Kleinod an der Ostküste der Insel.

 

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