Süden

Der touristische Süden

In diesem dritten Teil der Reise rund um Gran Canaria kommen wir zu den Touristenhochburgen, zu den Orten,Puerto de Mogan Kanal
die zumindest zum Teil, jeder Besucher kennt oder schon einmal da gewesen ist, bzw. seinen Urlaub dort verbracht hat.
Los geht`s vom Endpunkt des zweiten Teils, vom malerischen Fischerdorf „Klein Venedig“, von Puerto de Mogan.

In südlicher Richtung an der Küste entlang, erreichen wir das Touristengebiet Taurito. Hier gibt es nur Tourismus pur. Hotels, Appartementanlagen an den Hängen, dazu ein großer Park mit einer großen Poolanlage und einem künstlich angelegten kleinen Strand. Wer es mag – nur ohne einen fahrbaren Untersatz ist man hier von der Insel wirklich abgetrennt und lernt nichts von der Insel kennen, außer vielleicht ein kanarisches Zimmermädchen oder einen kanarischen Kellner.

Weiter geht es nach Playa del Cura. Zwar wurden auch hier einige Appartementanlagen in den Berg gesetzt, ansonsten geht es hier jedoch sehr beschaulich zu und die herkömmlichen Touristenattraktionen, wie Nightlife, Discos oder Bars findet man hier nicht. Der Naturstrand von Playa del Cura geht hinter einer Felszunge in den Kieselstrand von Tauro über.
Bei Einheimischen und Insidern ist dieser Strand sehr beliebt, kann man doch im „Vistamar“ hervorragend speisen und jeden Sonntag bei Live-Musik einen fantastischen Sonnenuntergang erleben.
Wie lange diese Idylle noch bestehen wird, weiß keiner so genau, da der „Anfi-Konzern“ schon seine Fühler auf diesen Küstenabschnitt ausgestreckt hat.
Den Anfang dieses Vorhabens bildet das im weiten Barranco de Tauro errichtete Resort Anfi Golf, mit einem Golfplatz und etlichen Villen und Bungalowanlagen. Nun soll für diese erlesene Klientel ein Yachthafen gebaut werden – am Strand von Tauro….

Ende der Neunziger Jahre entstand kurz vor Puerto Rico eine neuer reiner Touristen- und Ferienort, Playa de Amadores. Der wunderbare 400 m lange Strand ist wellengeschützt (ideal für Kinder!) und der weiße Korallen Sand wurde angeblich aus Kuba importiert – aber nichts Genaues weiß man nicht grs.
Über 40 Läden, Cafes und Restaurants stehen für die verehrte Kundschaft bereit. Wie es aussieht, werden allerdings auch hier die Hänge „gnadenlos” zubetoniert“!Playa de Amadores

Weiter geht die Fahrt in die maritime Hochburg der Insel, ins Zentrum der Engländer, nach Puerto Rico.
In diesem Ferienressort wird alles angeboten, was dem Wassersportler, bzw. Wasserliebhaber das Herz höher schlagen lässt. Vom Tauchen, über Segeln, Hochseeangeln, Sky-Diving, Tretbootfahren, bis zur Fahrt mit einem Schiff aufs Meer, zur Delphin- und Wal-Beobachtung.
Der Ort liegt windgeschützt und wurde in den letzten Jahren üppig begrünt und bepflanzt, um (vielleicht) die Bausünden an den Hängen wenigstens ein wenig zu Kaschieren.
Ein von zwei Molen umrahmter ca. 500 m langer goldgelber feiner Sand-Strand bietet gute Bademöglichkeiten, ist der Ort in der Hochsaison allerdings voll, wird es hier ziemlich eng, und viele Touristen sind gezwungen in Ihren Hotelpools zu schwimmen.

Nach Puerto Rico folgt die riesige Timeshare-Anlage “ Anfi de Mar”. Aber, wie in Spanien üblich, kann man auch diesen „Karibikstrand“ besuchen, da das spanische Gesetz einen kostenlosen Zugang zur Küste, zum Meer gesetzlich vorschreibt.
Da kann dann auch ein Tourismus - Riese wie „Anfi“ nichts machen und muss seinen „privaten” Strand für Jedermann zugänglich machen.

In dieser Bucht liegt gegenüber vom Anfi de Mar der Ferienort Patalavaca mit einigen Hotels der gehobenen Klasse, sowie etlichen Villen und kleinen Appartementanlagen

Direkt im fließenden Übergang folgt dann das Fischerdorf Arguineguin mit der weithin sichtbaren vorgelagerten Zementfabrik, einem Hafen und einer hübschen Promenade. Außer zu dem jeden Dienstag stattfindenden Wochenmarkt entdecken viele Touristen den Reiz dieses Ortes und siedeln sich rund um den alten Kern des Dorfes an. Am Hafen befindet sich ein von der Genossenschaft betriebenes Fischrestaurant. Den schönsten Sonnenuntergang erlebt man in den Lokalen der „Puesta del Sol“ auf der Promenade.

Nun geht die Fahrt etwas länger weiter zum nächsten Stopp, nach „Salobre Golf“ Dieser Golfplatz ist der dritte an der Südküste, neben dem bereits in den Siebzigern angelegten Golfplatz von Maspalomas und dem bereits besuchten Platz „Anfi Golf“.
Bei allem Verständnis für die Menschen. die den Golfsport lieben, muss man sich allerdings fragen, ob in diesem regenarmen Gebiet wirklich 3 Golfplätze nötig sind, wo man doch weiß, wie wasserintensiv die Betreibung eines Golfplatzes ist.
Die „Schönen und Reichen“ haben sich im Anschluss an dem Golfplatz ihr eigenes Refugium errichtet: Pasito Blanco Hafen
Pasito Blanco ist eine „abgeschlossene“ Feriensiedlung mit Villen, Reihenhäusern und einem Yachthafen. Rund um die Uhr wird dieser Ferienort bewacht und ist mit Schranken abgesperrt. Allerdings gilt auch hier das spanische Küsten-Recht und Sie können den Hafen und diesen Küstenstreifen besuchen – nur mit dem Auto kommen Sie halt nicht rein.


Nun kommen wir zu den Ursprüngen des Tourismus auf Gran Canaria, der Costa Canaria, obwohl das nicht ganz stimmt, denn die ersten Touristen kamen schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts nach Las Palmas. Aber der richtige Touristenboom wurde erst in den sechziger und siebziger Jahren mit dem Bau der Ferienorte San Agustin, Playa del Ingles und Maspalomas eingeleitet.

Maspalomas hat sich erst in den letzten Jahren zu dem attraktiven Urlaubsort entwickelt, der er heute ist. Die tolle Uferpromenade und die vielen neuen 4 und 5 Sterne Hotelanlagen an der Südspitze mit dem Leuchtturm locken mittlerweile mehr Besucher an als Playa del Ingles.

Trotzdem ist Playa del Ingles vor allen Dingen bei Jugendlichen äußerst beliebt, gilt dieser Ort doch nach wie vor als Party-Hochburg.
Allerdings ist Playa del Ingles „in die Jahre“ gekommen und viele Hotels und Appartementanlagen entsprechen kaum noch dem heutigen Niveau. Aber man hat Mittel zur Verfügung gestellt um die Infrastruktur zu verbessern, was man auch an vielen Ecken und Plätzen feststellen kann. Wenn nun auch noch die Hotel- und Anlagenbesitzer mit der überfälligen Modernisierung beginnen, wird sich Playa del Ingles auch weiterhin gegen die neuen Urlaubsressorts behaupten können, was auch für San Agustin dem Abschluß-Ort dieser Rundreise gilt
.

 

Home | Die Insel | Norden | Westen | Süden | Osten | Sehenswert | Orte | Aktivitäten | Tipps Infos | Impressum |